Sonntag, 2. Dezember 2007

Probewochenende 23.11-25.11 in JHB Speyer


2 Wochen vor unserem Konzert fand wie schon so oft unser allseits beliebtes PW statt.
Unsere musikalische Probe-Reise führte uns dieses Jahr bereits zum zweiten Male nach Speyer, wo wir direkt neben dem Technikmuseum in der Jugendherberge mit Meerblick (genauer gesagt handelt es sich hierbei um den Rhein) untergebracht waren. Das Speyrer Jugendgästehaus empfing uns wieder einmal mit großzügigen Zimmern und reichhaltigen Essensbuffets. An unseren Proberaum hatten wir uns ja bereits letztes Jahr gewöhnen können: Dieses Mal hatten wir genügend Strahler dabei, die uns ausreichend Licht spendeten!!! Nur da leise Spielen hat nicht ganz so funktioniert.
Freitags (fast) Punkt 20Uhr ging es dann auch schon los mit der ersten Gesamtprobe. Denn wir haben alle nur noch ein Ziel vor Augen: Das Konzert 2007!
Diesem Ziel sind wir während des vergangenen Wochenendes ein gutes Stück näher gekommen, genauer gesagt machten wir 46800 kleine Schritte darauf zu.

Wenn man alle Probezeiten dieser drei Tage zusammenzählt, haben wir 13 Stunden Musik gemacht.
Hier einmal alle Probezeiten im Überblick:
Freitag: 20.00 – 22.00 Uhr; Samstag: 9.30 – 12.30 Uhr, 14.00 – 15.30 Uhr, 16.00 (16.15) – 18.00 Uhr, 19.30 – 21.30 Uhr, Sonntag: 9.30 – 12.00 Uhr.


Und was beonder wichtig ist an solchen Tagen des gemeinsamen Musizierens: Die Geselligkeit. Es wird selten so viel gelacht (oder auch gesungen, man sollte es nicht meinen) wie beim Probewochenende. Man Zeit füreinander, miteinander, aneinander:-)


Schee wars wieder!

November

Nach Leipzig verflogen die Tage geradezu wie im Flug. Wieder arbeiten, Sitzung im Musikverein, Fitnessstudio, Familienkaffee am Volkstrauertag, Schwimmen, Pilates, Joggen, Geburtstage (mein kleiner Kusin wurde 1 Jahr alt), viele Proben im Musikverein, Infoveranstaltung in HD, Presseberichte, Treffen mit einer wunderbaren Freundin, die ich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte, erster Samstag beim Dirigierlehrgang in Rastatt, Umzug...
Wo bleibt da die Zeit? Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass die Tage viel zu kurz sind, dass man viel zu wenig an einem Tag abarbeiten kann. Aber wo kürzen oder streichen? Das, was man wohl am ersten streicht, sind die Dinge, die einem selber gut tun. Aber das sehe ich nicht ein. Es muss doch auch anders gehen? Als ich so über die mangelnde Zeit nachdachte musste ich an früher denken: Man kam von der Schule heim, as etwas, schaltete den Fernseher ein und schaute erstmal alle möglichen Talkshows (Arabella, Andreas Türk,...), danach evtl. Hausaufgaben, Freunde, Mittagschläfchen, Telefon, viele Soaps. Man hatte Zeit, viel Zeit! Aber je älter man wird, umso schneller vergeht sie anscheinend und umso weniger hat man selbst von ihr. Man ist ständig verplant, verplant sich selbst. Was ja auf der einen Seite nicht schlecht ist. Man merkt, dass man lebt und das Leben genießt. Aber unschön wird es, wenn man merkt, das die Akkus langsam leer gehen, vor allem, wenn noch Dinge oder Privates dazukommen, das einen bedrückt oder belastet. Bei diesen Gedanken fiel mir folgendes Gedicht ein, das mir immer wieder im Kopf herumgeht:
Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.
Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufrieden sein können.
Ich wünsche dir Zeit - nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.
Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.
Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

Wie wahr. Es gibt wohl immer etwas im Leben, was einen belastet, nicht so rund läuft - Probleme gehören zum Leben dazu. Aber genauso gibt es viel Schönes: Gute Freunde, nette Gesten, lieb gemeinte Worte, Kleinigkeiten, Natur, Eltern,... und viel viel viel mehr!!!!! Und das ist es vor allem Wert, dass man es betrachtet und respektiert.

Montag, 29.10.2007

oder auch Tag des Shoppings: Nach einem leckeren Frühstück im Spizz (wo wohl?! Im Barfußgäschen)ging es auf Shoppingtour.

Eine Kleinigkeit hat wohl jeder gefunden, manch einer auch eine Großigkeit (ja, ich hab ne neue Winterjacke gekauft:-))
Nach einer kleinen Stärkung bei Beagles ging es dann leider auch schon wieder Richtung Heimat...
Mädels, vielen lieben Dank für dieses tolle Wochenende weit weg vom Alltag. E hat mir super gut gefallen, vor allem auch die vielen Gespräche, die immer wieder neue Ansichten aufgezeigt haben und zum Nachdenken anregten.

Sonntag


Nach einem Frühstück mit Anlaufschwierigkeiten im Backpacker (erstmal war alles leer) war Kultur angesagt: Das Völkerschlachtdenkmal. Dieses Mal spielte auch das Wetter mit und wir hatten ein paar Sonnenstrahlen.


Am 18.10.1898 erfolgte der ersten Spatenstich dieses Denkmals, und am 28.10.2007 wurde es von uns entdeckt und für gut befunden.

Danach war es an der Zeit, mal wieder an was zu Essen zu denken. Irgendwie zogen sich Diskussionen, wo wir wann was essen könnten sowieso durch das komplette Wochenende.

Dabei wurde nicht wirklich mehr als sonst gegessen, aber immer geplant:-) Vor allem Corinnas Cookies waren immer wieder Gesprächsthema Nr. 1, bevor sie dann abends endlich gegessen wurden.

Frisch gestärkt ging es dann ins zeitgeschichtliche Museum Leipzig (Warnung: Geschichte kann zu Einsichten führen und verursacht Bewustsein!), wo die deutsche Geschichte sehr interessant und abwechslungsreich aufbereitet dargeboten wird. Und der besondere Clou: Der legendäre Lehmannzettel von der WM wurde dort gerade ausgestellt.

Danach ging es noch kurz zur Thomaskirche, wo allerdings gerade ein Gottesdienst stattfand

und zu einem kleinen "Leipzig bei Nacht - Rundgang".

"Spontan" ging es danach zum Abendessen zum Inder, wo wir wirklich super leckeres Essen bekamen.

Glücklich und zufrieden konnte der Abend weitergehen. Wieder einmal am Barfußgässchen trafen wir uns mit einem Bekannten von Corinna,

mit dem wir dann einen wirklich lustigen Abend im Irish Pub bei Cidre und Mäxle verbrachten.

Aber richtig lustig wurde es erst noch im Backpacker bei Sekt, Apfelringen, Cookies (juhu!), und einer Bratpfanne (?!). Aber seht selbst:



Donnerstag, 29. November 2007

Nachtrag Leipzig 27.10-29.10.2007


Mittlerweile schon wieder 4 Wochen her, aber immer noch in wunderbarer Erinnerung: Ein Wochenende in Leipzig (man beachte bitte: mit "p") mit 4 wunderbaren Mädels!
Ohne Stress, Streit oder Meinungsverschiedenheiten (und das will was heißen bei 5 Mädels *gg*) vergingen die drei Tage wie im Flug!!
Mit einem tollen Chauffeur (danke Karin) ging es samstag morgens um 4Uhr in Heidelberg los. Unsere erste Rast war an einem typischen "Ostrastplatz",

wo wir uns morgens um halb acht ein kleines Frühstück gönnten (hell wurde es genau um Punkt 7.30Uhr *gg*).

Um 10Uhr waren wir dann auch schon Leipzig, wo wir unser Gepäck im Backpacker abstellten (neben Kiff Kiff)

und unsere erste Leipzigtour unternahmen.


Dazu gehörte natürlich ein Abstecher in "Mein Osten" (ich hätte echt gerne so ein T-Shirt gekauft),

ebenso wie die Besichtigung der Nikolaikirche - offen für alle(leider bei Nieselregen).


Ein bißchen ausgefroren suchten wir uns dann im Barfußgäßchen (das wir in den nächsten 3 Tagen immer besser kennenlernen sollten, vor allem das Essen dort!!) ein nettes Lokal zum Mittagessen und heiße Zitrone trinken zum Aufwärmen. Danach ging es frisch gestärkt weiter zu Auerbachs Keller (Faust) und den goldenen Schuh berühren,

zum alten und neuen Rathaus,


zum Opernhaus, Augustusplatz und Gewandhaus, bevor wir unser Abendessen einkauften und zu unserer Unterkunft (Globetrotter) zum wohlverdienten Mittagsschläfchen zurückkehrten.

Ausgeschlafen und mit Hunger wurde dann lecker Tortellini mit Zucchini-Tomatensauce gekocht


und mit Wein auf ein schönes Wochenende angestoßen.

Ach ja, Spiderman war auch kurz da:-)

Nachdem wir dann auch endlich wußten, was wir abends unternehemen wollten,

ging es zu Fuß zur Moritzbastei, der Studentendisko in Leipzig.



Die Athmosphäre in dieser alten Bastei war dann auch wirklich genial, die Getränke billig (Cuba Libre 4,20Euro), die Musik- naja.

Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß und viele nette Gespräche.

Montag, 5. November 2007

Wellen

Für mein neues Lebensjahr habe ich von zwei guten Freundinnen folgenden Spruch mit auf den Weg bekommen (manch einer hat ihn vielleicht schon gelesen):
"Man kann gegen Wellen ankämpfen oder sich von ihnen in die Zukunft tragen lassen"

Nun ja, ich habe sehr lange gegen die Wellen angekämpft: Ich war selten oben auf den Wellen, eher öfters ziemlich tief unter den Wellen... Kampf mit den eigenen Gedanken, Gefühlen, dem weiteren Lebensweg. Wer bin ich, was will ich, was will ich nicht, wovor habe ich Angst, wie soll es weitergehen? Alles Fragen, die einem Schmerzen bereiten können. Ich habe mir viel Zeit für mich genommen, wieder angefangen zu beten, Kraft "von oben" zu suchen. Aber was bringt es, wenn ich gegen die Wellen ankämpfe und immer wieder zurückgetrieben werde????
So schwer wie es nun ist - und es ist grad echt besch... - ich habe aufgegeben, gegen die Wellen anzukämpfen und werde mich nun von ihnen davon treiben lassen. Keine leichte Entscheidung, vor allem ist es eine Richtige??? Hätte ich weiterkämpfen sollen???? Es fällt nicht leicht,Wichtiges zurückzulassen, ins Ungewisse zu treiben, - ES TUT WEH. Aber vielleicht muss das gerade jetzt und nun sein - dass ich mich treiben lasse und offen sein muss für alles Neue!! Bereuen wird man Entscheidungen immer, aber heißt das, man hätte sie nicht treffen dürfen?! Ich weíß es nicht, ich bin ratlos.

Sonntag, 4. November 2007

GDA - Gemeinsame Dirigentenausbildung

Im Juli bekam ich eine Email über einen Verteiler, der mit einer kostenlosen Dirigentenausbildung (GDA)- durchgeführt vom Bund Deutscher Blasmusikverbände (BDB) in
Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Baden-Württemberg für alle Lehrer, Studenten und sonstige Interessierte - warb. Ich dachte mir, ich bin ja eh im Musikverein, schaden kann sowas nie und normalerweise kostet das ja auch Geld. Insgesamt sind es bis März auch "nur" 6 Samstage und das in Rastatt (geht also auch noch mit fahren,~35min). Leider hatte ich die ganze Zeit dann nichts mehr vom BDB gehört und dachte schon, dass ich nicht genommen wurde. Und heute hab ich eine Email bekommen, dass Sie meine Unterlagen leider verlegt hatten und ich natürlich gerne teilnehmen kann. Tja, unverhofft kommt oft... Einerseits freue ich mich natürlich darüber, andererseits hatte ich diese Termine nun schon anderweitig verplant (ein Termin ist z.B. an unserem Konzertsamstag von 9-16Uhr, ab 18Uhr heißt es aber Einspielen und Gestylt sein...).
Aber EGAL, ich seh das jetzt als Chance und freu mich, dass es doch noch geklappt hat!! Am 17.11 geht es los, juhu, dann wird der Dirigierstab geschwungen:-))
Der Dozent scheint sehr qualifiziert zu sein, was die Sache an sich bestimmt sehr interessant und lehrreich macht (www.markusmauderer.de)!
Lehrinhalte sind u.a.Musiklehre, Gehörbildung, Instrumentenkunde, Schlagtechnik, Probenarbeit (Didaktik!), Transposition von Instrumenten, Literatur und Hospitation bei Bläserensembles.

Ortsturnier Dart

Es war mal wieder soweit und in unserem "Bistro" fand das alljährliche Dartsortsturnier statt. Auch der Musikverein war mit einer Damenmannschaft und 2 Herrenmannschaften vertreten.


Und es war ein guter Abend!!! Auch wenn ich nicht wirklich viele Punkte geworfen habe, so haben doch meine 2 Mannschaftskolleginnen aufgetrumpft und uns zum Pokal für die beste Damenmannschaft verholfen!!!

Ebenfalls konnte der Preis für die beste Einzelspielerin an unsere Melle vergeben werden.

Wir "Damen" haben also mal wieder voll abgeräumt, während unsere Herren (wie immer) leer ausgingen... Und als ob ich das geahnt hätte, dass wir als Siegermannschaft fotografiert werden, war ich morgens endlich seit langem mal wieder beim Friseur (*gg*).
Danach wurde natürlich noch ein bißchen gefeiert, bevor heute morgen schon wieder Musikprobe angesagt war.

Getel

Unglaublich aber wahr. Unsere Getel (eigentlich die Getel von meinem Dad, aber irgendwie unser aller Getel) feierte ihren 93. Geburtstag.

Diese Frau ist unglaublich. Sie ist noch fit, unternehmungslustig, jung im Kopf, ... der Wahnsinn. Sie fährt immer noch auf mehrtätige Wallfahrten, fährt Fahrrad (kein Dreirad!!), macht Gymnastik. Man kann sie nur bewundern und hoffen, dass man ein Stück weit auch noch so agil im Alter bleibt!!!!!
O-Ton: Was soll ich mir darüber Gedanken machen, was ich alles nicht mehr kann. Es überwiegen noch die Dinge, die ich kann!