Wie ihr ja mittlerweile alle wisst, bin ich Herbert Grönemeyerfan. Naja, ich mag seine Texte und sein neues Album. Deswegen muss ich hier an dieser Stelle eine kleine Ode anbringen mit Texten und Kommentaren zu seinem Album 12. Es wird lang werden, aber es lohnt ich durchaus:-)
„Ich wollte der Platte auch eine Lebensfreude geben und sie hat viel Musik, ist dicht und hat aber auch etwas Leichtes“ (H.G.)
Kopf hoch und tanzen
„Der Hauptsinn ist, dass wir hier leben und dass man sich das Beste daraus bastelt.“ (H.G.)
Wie geht man den Gang der Dinge
Hängt man Wünsche entspannt nur halbhoch
Wie wickelt man um den Finger
Und das Schicksal liebt dich doch
Beschütze deine Seele vorm Ausverkauf
Und heb dir das Beste nicht immer bis zuletzt auf
Du bist die
Und wenn die Sehnsucht dich verlässt
Und es wird flach in deinem Bauch
Und geht die Hoffnung auch zuletzt
Und die Gefühle sinken auch
Dann gib mir ein kurzes Signal
Und sag, es ist vorbei
Dann halt ich dich ein letztes Mal
Und geb dich wieder frei
Leb in meiner Welt
Deine Träume deut ich nicht
Sie verlaufen sich
Ich hör für dich wie das Gras wächst
Ich sag Dir was Du willst,
Du sitzt einfach still
Weil ich rede jetzt
Ich erweck dein dumpfes Herz
Beweis dir, du bist nicht verkehrt
Wer nicht traurig sein kann
Hat im Leben nicht getanzt
Leb in meiner Welt
Sie hat Berge, Seen und Strand
Ich hab Regen für uns bestellt
Und heissen Wüstensand
Und bevor du gehst, sag nur, es ist schon spät
Wenn, was du liest, dich düster stimmt
Weil die Apokalypse kein Ende nimmt
Bestell ich die Zeitung für dich ab
Du wirst tausendfach angelacht
Du wirst Millionen Mal belohnt Leb in meiner Welt, ich hab ein goldenes Land
Wenn Dir ein Engel fehlt, hab ich einen zur Hand
Wenn du Dir den Weg verstellst, sag nur, es geht zu schnell
Zieh deinen Weg
Zieh deinen Weg
Folg deinen eigenen Regeln
Zieh deinenWeg
Keine Angst vor Richtig und Falsch
Wer die Wahrheit kennt
Ist niemals überlegen
Vertritt deinen Punkt
Aber zeug immer von Respekt
Verrat dich nicht
Beharrlichkeit ist eine Tugend
Verstell dich nicht
Verfolge still dein Ziel
Spiegel dich
Deinen Vorteil,deine Jugend
Schärf deinen Blick
Vergib Vertrauen immer zuletzt
Sei aus Unsicherheit nicht arrogant
Hab immer Mitgefühl als Unterpfand
Stell dich jedem Konflikt mit leichter Distanz
Sei bereit zum Kompromiss
Führe, wo es zu kämpfen gilt
Niemals Verschlagenheit im Schild
Tu nicht ungefragt, was alle tun
Alle hat kein Gesicht
Zieh deinen Weg
Als freier Radikaler
Zieh deinen Weg
Sei unvorsichtig, verrückt
Lass dir niemals dein Lachen stehln
Auch wenn dir manchmal die Gründe fehln
Hab keine Angst vorm Lächerlich sein
Schüchtern ist das neue Forsch
Zweifel nicht
Jeder Berg lässt sich bewegen
Gib nie auf
Sei bereit fürs große Glück
Spur
„Einsam irgendwo wegfahren und dann wieder zu sich kommen. Wer bist du eigentlich? Was machst du hier eigentlich? Du gehst nur an deine Reserven und prügelst das Letzte aus dir raus. Wie erdest du dich wieder? Erden kannst du dich am Besten, wenn du in Ruhe für dich bist und keiner will was von dir. Ein bisschen das Einzelkämpfertum.“ (H.G.)
Denn wenn ich mich verlier
Und es fällt mir
Schwer mich wieder zu finden
Dann folg ich stur
Meiner Spur
Durch mein Empfinden
Durch alle meine Sünden
Bis auf den Grund meiner Natur
Wenn es einfach wär
Wär alles verkehrt
Hauptsache, es geht an die Reserven
Gute Nacht
„Es ist jetzt mal gut. Du wirst immer leerer. Du pumpst dich leer. Mach dich nicht kirre. Weil, du hast ja das Glück, es kommt die Gute Nacht, die nimmt dir alles weg, den ganzen Mist, der sich aufgestaut hat und auch deine eigenen Schuldgefühle.“ (H.G.)
Haust du bereits oder lebst du noch
befindest du dich im Lebensloch
und alles rauscht an dir vorbeistehst du ständig unter Strom
vergreifst du dich immer mehr im Ton
hast du eigentlich für nichts wirklich Zeitdu fühlst dich wie im freien Fall
du gibst niemand so richtig Halt
und nichts bedeutet dir irgendwas, irgendwas
dies ist das Lied zur guten Nacht
zieh den Stecker raus
wende dich an die Dunkelheit
denn sie kennt sich aus
deine Nerven rebellieren
weil sie ein rauhes Dasein führn
und Rücksicht ist ein leeres Wort
du machst aus dir ne Achterbahn
mit dir will keiner Schlitten fahrn
und keiner teilt mehr mit dir sein Brot
und langsam geht dir alles schief
was gestern noch von selber lief
„Liebe ist ja alles schön und gut, ist auch alles wunderbar, aber man soll nicht denken – das ist auch nichts hoch Intellektuelles – dass das alles löst. Oft träumt man ja, au ja, wenn ich jetzt jemanden hätte, wenn ich den treffe und könnte mich neu verlieben, dann lösen sich parallel alle meine Probleme. Das stimmt einfach so nicht. Liebe löst überhaupt keine Probleme, nur Liebe kann einen stützen, an seinen Problemen besser herumzufummeln, als wenn man alleine wäre. Aber die Liebe an sich regelt gar nichts, sie tut einem aber gut, bringt einen anders drauf, aber das war’s dann auch. Mehr ist da auch nicht. Liebe löst auch nicht die Probleme der Welt.“ (H.G.)