So, ich glaube, so langsam ist es an der Zeit, mal einen kleinen Bericht zum Referendariat hier reinzustellen. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass dies bisher noch nicht erfolgt ist, kann man wohl erahnen, dass es mir noch nicht wirklich soo ein dringendes Anliegen war, darüber zu schreiben/reflektieren oder nachzudenken.
Nun ja, das liegt vielleicht daran, dass ich mir ehrlich eingestehen muss - auch wenn das nun blöd klingt für alle anderen supermotivierten Referendare - dass ich kopfmäßig noch nicht richtig angekommen bin. Ich genieße gerade viel zu sehr meine Freizeit. Alles scheint mir momentan viel wichtiger als Ref. Und im Moment hätt ich auch noch gar keine Zeit für intensive Vorbereitungen. Dafür müsst ich erst mal meine Tagesplanung wieder ändern... Manch einer der das liest wird nun sicher denken:
"Mann, was hat die denn für Probleme, ich arbeite schon viele Jahre, oder ich bin jetzt endlich mal froh, loslegen zu können."
Ich mein "Hallo", ich habe mittlerweile auch ein Alter, wo man endlich mal ins richtige Berufsleben einsteigen sollte und trotzdem hätte ich grad gerne - obwohl ich eine sehr lange Zeit frei hatte - eher wieder Studienstimmung wie Ref. Aber in der Zeit, in der ich frei hatte, hatte ich soviel mit mir zu klären, musste mit mir selbst ins Reine kommen, wichtige schwere Entscheidungen treffen - konnte die Zeit also nicht wirklich 100% befreit genießen. Jetzt bin ich mit mir im Reinen, jetzt könnte ich meine Zeit so richtig genießen und hätte nicht mit mir selber zu kämpfen...
Aber es ist wohl Zeit, endlich ein Stück weit erwachsen zu werden und endlich mal umzudenken. Nicht so, dass man sich selbst um 180 Grad verändern sollte - das nicht, aber in der Hinsicht zu begreifen, dass man nun im Berufsleben steht und auch mal mehr investieren muss wie vorher. Bzw. auch mal andere Prioritäten setzen muss, ob man will oder nicht.
Ist es nun an der Zeit, erwachsen zu werden? Oder mach ich mir grad mal wieder über Unnötigkeiten Gedanken und alle denke: "was willsen jetzt??"
Ich mein, es ist mir auch klar, dass ich mich eher unglaublich freuen sollte, nun endlich auf der Zielgeraden zu sein, aber ich kann mich grad noch nicht verbiegen und finde das selber eigentlich auch nicht so super. Meine Mentorin ist super nett, die Klasse auch, ich denke es wird mir nicht schlecht gehen!!!! Und irgendwie freue ich mich ja schon - denk ich.
--> Ich glaub ich brauch einen Arschtritt!!!!!!!!!!!!!!
Montag, 10. März 2008
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4 Kommentare:
*Tritt*
*nocheinTritt*
"Macht Spaß!"
*nocheinTritt*
Danke, vielleicht hilfts?? Bist halt immer sehr hilfsbereit, was? Bin gespannt auf Bericht vom Skiurlaub du treulose "ich geh noch mal ne Woche allein Ski fahrn" Tomate
Was heißt hier "Studienstimmung"? Studieren kann auch Stress sein! Zumindest wenn man sich viel vornimmt. Aber ... teu, teu, teu. Die zweite Hausarbeit steht fast, meine persönliche Deadline dafür ist Ende dieser Woche - und das schaffe ich auch. Wo more to go.
Aber mal agbesehen von Hausarbeiten ist das Studienleben schon toll! Soll ich euch mal ein bisschen neidisch machen?!? Also ... meine Tagesstruktur sieht in etwa so aus: um 8 aufstehen, duschen, der Haushalt sollte nicht vernachlässigt werden, TV und dabei Frühstück so gegen 10 (was ein Luxus!), danach etwa 4 Std. am PC an meinen Hausarbeiten basteln, laufen oder sporteln gehen, Essen kochen, TV oder PC oder GANZ WICHTIG: Freunde treffen - ist momentan ziemlich häufig der Fall.
Also muss ich dir doch zustimmen, Jana. Das Studienleben ist schon toll. Man ist sein eigener Herr, kann bestimmen, wie man seine Zeit einteilt, Druck gibt es zwar auch, aber anderen Druck als im Ref, bis spät wach bleiben ohne schlechtes Gewissen ...
Habe ich genug geschwärmt?
Aber nun zur Wirklichkeit: Ich finde, ihr macht das Richtige. Und was heißt "Zielgerade"? Ist das Ziel der Abschluss, das zweite Staatsexamen? Ein kleines Ziel auf der Zielgeraden des Lebens. Ich meine, unser Beruf sollte uns schon erfüllen, es sei denn ...
Und was heißt "Erwachsen werden", dass man hart arbeiten muss und keine Freude mehr am Leben haben darf? Ich greife mal dein "Hallo" auf, Jana. Also "Hallo"!
Ach ja, und was den Arschtritt betrifft: Wenn du den unbedingt brauchst - gar kein Problem ;-)
Hm, soll ich dir was sagen... ich hab ähnliche Gedanken. Nur dass sie sich auf was anderes beziehen.
Ich habe vier Monten frei unterrichten genossen. Ohne Vorgaben, ohne Druck, ohne "beobachtet sein", ohne bewertet zu werden.
Innerlich wehre ich mich im mOment so gegen das ref und ich weiß nicht, wie ich die 17 verbleibenden Monate durchstehen soll.
Wenn ich daran denke nach den Osterferien wieder Unterricht halten zu müssen... ich freu mich nicht drauf.
Wenn ich allein in meiner Klasse bin, fühle ich mich richtig wohl. Ich lache, ich bin locker, ich habe Spaß. Sobald meine Mentorin hinten drin sitzt, ist dieser Spaß weg.
Naja, ab Sommer bin ich wohl alleine in meinen Stunden... hoffentlich.
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